So sind Kinder
Warum verunglücken Kinder?
Straßen
werden ohne Rücksicht auf Kinder angelegt. Autofahrer rechnen nicht mit
Kindern. Sie sind den Anforderungen des Straßenverkehrs nicht
gewachsen. Sie erleben die Welt des Straßenverkehrs ganz anders. Die
Kraftfahrzeugdichte nimmt immer mehr zu. Sie verunglücken im
Wohnbereich, also da wo sie sich gut auskennen. Als Fußgänger im Umkreis
von 250 m. Als Radfahrer im Umkreis von 1000 m. Hauptunfallursachen
sind Hervortreten hinter Sichthindernissen. Mitfahrer 44%, Fußgänger 41%
und Radfahrer 15%. Besondere Beachtung als Mitfahrer. Als Radfahrer
nicht zu früh anfangen, der Roller ist besser.
Wie sind Kinder?
Anerzogene
Angst vor Spinnen, Angst vor Autos? Sehen weniger durch ihre
Körpergröße. Blickwinkel (Wahrnehmung) ist 1/3 weniger. Sie haben einen
starken Bewegungsdrang. Können eine begonnene Bewegung nicht sofort
unterbrechen. Beim Laufen können sie nicht nach links und rechts sehen.
Reagieren spontan und überraschend. Überschätzen ihr Können und ihre
Kräfte. Können keine Geschwindigkeiten einschätzen. Schlecht die
Richtung bestimmen, aus der ein Geräusch kommt. Haben keinen Sinn für
Gefahren. Versuch und Irrtum ist in der Verkehrserziehung nicht möglich.
Können ihre Aufmerksamkeit nicht teilen. Dem Ball, der auf die Fahrbahn
rollt, laufen sie hinterher.
Wie verhält sich Ihr Kind?
Rennt
das Kind sofort los, wenn es losgelassen wird. Übersieht es Fußgänger
und Radfahrer. Es vergisst schnell vereinbarte Regeln. Es lässt sich
sehr leicht ablenken.
Wo wohnen Sie?
Wohnen
die Kinder in einer Anliegerstraße. Wohnen die Kinder in einer
Wohnstraße. Wohnen die Kinder in einer Straße mit durchschnittlichem
Verkehrsaufkommen. Wohnen die Kinder in einer Hauptverkehrsstraße.
Spielraumgrenzen festlegen!
Wohnen
die Kinder in einer Anliegerstraße. Wohnen die Kinder in einer
Wohnstraße. Wohnen die Kinder in einer Straße mit durchschnittlichem
Verkehrsaufkommen. Wohnen die Kinder in einer Hauptverkehrsstraße.
Spielraumgrenzen werden für die Kinder festgesetzt. Welche
Spielmöglichkeiten bestehen in den verschiedenen Straßen. Welche
Gefahrenpunkte gibt es in der Umgebung. Besondere Gefahren im Umfeld der
Wohnung. Besondere Gefahren im Umfeld der des Spielplatzes. Besondere
Gefahren im Umfeld des Kindergartens. Besondere Gefahren im Umfeld der
Schule. Der Aktionsraum wird festgesetzt und eingegrenzt.
Wo und wann üben?
Verkehrserziehung
auf allen Wegen nutzen. Spaziergänge, Einkaufen und zum Kindergarten.
Das Kind führt. Kleine Wege geht es allein.
Was üben?
Auf
dem Gehweg. Halt am Fahrbahnrand. Allein über die Fahrbahn. Zwischen
parkenden Fahrzeugen. Links- und Rechtsorientierung. Am Zebrastreifen.
An der Ampel. Nicht! "Über eine Ampelgehen", sondern! "An einer Ampel
die Fahrbahn überqueren". Nicht! "Bei Rot bleibt man stehen und bei Grün
darf man gehen", sondern! "Bei Rot dürfen wir die Fahrbahn nicht
betreten". Nicht! "Pass gut auf", sondern! "Benutze an der XY-Straße die
Fußgängerampel".
Nach dem Üben!
Angst machen ist schlecht. Lernen durch Loben. Vorbild. Richtig vormachen. Kinder ahmen Erwachsene nach.
Schutz vor Verbrechen!
Fremden
keine Auskunft geben. An einen Erwachsenen verweisen und weitergehen.
Im Ausnahmefall von einem Bekannten mitnehmen lassen. Sie bestimmen, wer
Ihr Kind mitnimmt. Nicht mit der Polizei drohen!